gegenseitig den schwarzen Peter zu.
Was in den letzten Tagen in den Medien abläuft ist einfach nur noch beschämend. Andere Nationen machen sich lustig über den Fehler der Bundeswehr, “auch mal Zivilisten” getroffen zu haben, nachdem die Bundesregierung und die Gutmenschen in unserer Republik oft genug die Hochzeitsbomber der USA ktiritisiert und belächelt haben. Die Bundesregierung weist alle Anschuldigungen zurücke und sagt noch “Hey die USA haben immerhin den Angriff geflogen, die hätten sich auch noch absichern müssen”. Die Nato spricht von 120 Toten, aus Afghanistan hört man auf einmal “keine toten Zivilisten”, obwohl direkt Anfangs noch anderes behauptet wurde (siehe meinen ersten Bericht weiter unten dazu).
Doch niemand macht sich Gedanken darüber, dass in diesem Fall Menschen gestorben sind, mal wieder und für was? Für immernoch desolate Zustände, für einen fahdenscheinigen Krieg. Und ja wir sind im Krieg, doch weiß ich bis heute nicht gegen wen wirklich? Und für was? Für unsere Freiheit und Sicherheit? Am Hindukusch? Oder für hehere Ziele, die mir nicht nahel liegen? Ich weiß nur, dass es bis HEUTE keine genauen Opferstudien in Afghanistan über die Bevölkerung gibt. Wieviel “Kolletralschäden” , wie es im Militärjargon so schön heißt, hingenommen werden mussten, kann man sich nur erahnen.
Hinzu kommen die exorbitanten Kosten, die solch ein Einsatz mit sich führt. Ich habe euch gestern die Studie der OECD zu den Bildungsausgaben gemessen am BIP der OECD Länder vorgestellt. Hier könnt ihr nachlesen, wieviel der “humanitäre” Einsatz am Hindukusch dem Steurezahler kostet.
Wir können uns nicht sofort zurückziehen, es wurde nun Mist gemacht und es muss aufgeräumt werden in Afghanistan, ich erhoffe mir von der Einsatzführung ein genaueres Ziel und endlich Waffenstillstandsabkommen mit den Warloards, Taliban und Drogenbaronen. Wie schonmal beschrieben, haben zu viele Interessenesvertretungen mit Macht und Waffen ihre Finger im Spiel. Solang dies der Fall ist, wird die Weltgemeinschaft nicht in der Lage sein Afghanistan zu stabilisieren, eher wird das Gegenteil eintreffen und Pakistan ( immerhin ein Atomwaffenstaat) wird von Tag zu Tag immer weiter destabilisiert.
auch ich werde mich nun in das Geschäft des Bloggens begeben.
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Deniz Schumacher