In den letzten Monaten drangen vermehrt die Nachrichten von korupten Ärtzen, schmierden Pharmakonzernen, mit Fangprämien lockenden Krankenhäusern usw. usf. an die Öffentlichkeit. Es ist so, dass wir uns in einem System mittlerweile wiederfinden in dem das Leben eines Patienten nichts anderes mehr als eine umsatz- und renditegebundene Zahl ist. Auf den normalen Bürger wirken diese Nachrichten, wie ein Schlag ins Gesicht, denn war es nicht so, dass man in dieser, von moralisch-ehtischen Zwängen befreiten neoliberalen Welt, nur noch dem Arzt vertrauen konnte. Denn immerhin sorgten die sich um unser Wohl? Um unsere Gesundheit und das alles mit heheren Zielen.
Tja lieber Bürger, falsch gedacht. Ich möchte nicht pauschalisieren, dass würde mir nicht in den Sinn kommen, es ist auch nicht meine Absicht zu urteilen bzw. eine Strafe zu fordern. Nein meine Intention ist es, herauszufinden, wieso aus Ärzten kalkulierende Menschen werden, die umsatz- und renditefixiert sind.
Jeder Mensch der ein Geschäft hat möchte natürlich Geld damit verdienen und Gewinne erzielen, dafür arbeitet er hart, zahlt eventuell Schulden ab und schafft in der Regel neue Arbeitsplätze, das ist gesundes unternehmerisches Handeln, das ich niemals kritisieren würde. Aber was ist, wenn nun dieser “Unternehmer”, denn so muss man den modernen selbstständigen Arzt von heute bezeichnen, in ein System reinrutscht in dem es darum geht Anteilsnehmergebundene Wünsche zu erfüllen. Selbst, wenn der Kunde auf der Strecke bleibt.
Wir haben in der Vergangenheit oft erlebt, dass aus Kosten und Renditegründen oft am Service für den Kunden eingespart wurde. Doch kann man auch an der Gesundheit der Menschen sparen?
Ich wünsche mir schnell eine Aufdeckung der Probleme und Drahtzieher müssen für Fehlbehandlungen usw. aufkommen.
Doch sehe ich das Grundproblem damit noch nicht beseitigt. Unser ausufernder Kapitalismus ist ein Problem für die Menschen und für das System im allgemeinen. Wir brauchen für die Zukunft um wirklich ein ertragreiches Leben auf diesem Planeten führen zu können, einen moralisch und ehtisch gebundenen Kapitalismus. Das heißt, es muss jedem Manager an seiner Hochschule gelehrt werden, wie er Kapital moralisch und zweckmäßig einsetzt. Wie er ein Unternehmen führt, dass den Kunden, den Mitarbeitern und der Gesellschaft nützt. Es darf nicht sein, dass man auf Kosten anderer bescheißt und Gelder verzockt, die man eigentlich sicher und langjährig wertsteigernd verwalten soll. Man kann nicht seinem Patienten einfach Medikamente verschreiben, weil man von dem Pharmaunternehmen geschmiert wird oder selbst sogar dividene-ausschüttenden Derivate in seinem Portfolio hält.
Die Wirtschaft muss dem Subjekt dienen nicht das Subjekt der Wirtschaft. Eine gesunde Symbiose muss das Maß aller Dinge sein.
Wenn dies nicht eintrifft laufen wir Gefahr, den Menschen bzw. Humankapital nur noch als eine Sammlung von Zahlen, Modellen und Analysen zu betrachten. Im Endeffekt würden wir uns selbst wegrationalisieren und die Renessaince des frühen 20. Jahrhunderts erleben.
auch ich werde mich nun in das Geschäft des Bloggens begeben.
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Deniz Schumacher