Vom 3. bis zum 7. Oktober halten G7, IWF und Weltbank ihre alljährliche Herbstsitzung in Istanbul ab. 13000 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und vor allem aus dem Finanzsektor werden zu diesem Treffen erwartet. Ebenfalls wurden breite Gegenbündnisse ins Leben gerufen, um die bürgerliche Kontrolle über solche “Treffen” zu signalisieren.
Doch was haben uns diese Treffen bisher wirklich gebracht? Es bedarf zwar einem intensiven Austausch von Gedanken zwischen den Finanzinstituten dieser Welt, doch müssen endlich mal effiziente und sinnvolle Regelungen getroffen werden. Der internationale Währungsfond, wie auch die Weltbank müssen einer kompletten Umstrukturierung unterzogen werden. Diese Institutionen, die eigentlich dafür gedacht sind, die Entwicklung von Ländern im positiven Sinne zu unterstützen und zu beflügeln, wurden in den letzten Jahrzehnten in der Regel nur von machtpolitischen Zwecken instrumentalisiert.
Die wirtschaftspolitische Denkrichtung, die von diesen Institutionen verbreitet wurde, ist nichts anderes als ein laissez-faire Kapitalismus, geführt von einigen sehr einflussreichen Neoliberalen. Diese Institutionen dürfen nicht mehr missbraucht werden, um einen von moralisch-ethischen Zwängen befreiten Kapitalismus, den Ländern dieser Welt aufzuzwingen. Bis zum heutigen Zeitpunkt hat die stätige Liberalisierung aller Kapitalmärkte zwar auch positives bewirkt, aber auch dazu geführt, dass die Schere zwischen den Armen und Reichen dieser Welt immer weiter auseinander gegangen ist. Seit Jahrzehnten werden systematisch ganze Landstriche ausgebeutet, von so genannten liberalisierten Märkten. Kulturen und Gesellschaften wird von heute auf morgen ein Wirtschaftssystem aufdiktiert, das sich nicht an jeweilige Gegebenheiten anpassen kann.
Aus diesem Grund finde ich, dass es einer starken unabhängigen Kontrolle dieser Institutionen bedarf und das NGO’s bzw. INGO’s in diesen Institutionen zum Beispiel als Kontrollorgane operieren können. Die Grundidee strukturschwächeren Ländern unter die Arme zu greifen sollte zu unseren Hauptaufgaben in dieser Welt gehören, denn die Globalisierung ist in der Lage vielen Menschen zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen. Doch ist dies nur möglich, wenn man sich von einer diktierenden Ökonomie los reißt und kleine arme Länder nicht dem geostrategischen Druck größerer und nach noch mehr Reichtum strebender Nationen mit ihren transnationalen Unternehmen ausgesetzt sind.
Dies sind nur ein paar kleine Gedankengänge, würde ich mich jetzt hier in der Fülle aller Probleme und Vorteile, mit einer ausführlichen Globalisierungsanalyse auseinandersetzen könnte ich, so glaube ich jedenfalls, ein ganzes Buch vollschreiben.
Macht euch Gedanken darüber, in wie weit das System in dem wir leben verändert werden muss, damit andere Menschen auch ein ertragreiches Leben erlangen können.
Es ist ein Kampf an vielen Fronten, wir müssen in Zukunft die sozialsichernden Systeme, die eine hervorragende Errungenschaft für eine Volkswirtschaft sind, aufrecht erhalten und dürfen uns nicht dem Druck des internationalen Systems beugen, sondern sollten als drittgrößte Volkswirtschaft dieser Erde ein Vorbild sein und zeigen, dass man auch mit einem regulierten Kapitalismus zu Wohlstand und Reichtum kommen kann. Deregulierung und Unternehmensentlastung muss zwangsweise nicht immer zu einer allgemein positiven Entwicklung führen. Deshalb sollten wir auch bedacht sein, dass in Zukunft eine allzu wirtschaftsliberale Bundesregierung nicht dem laissez-faire Prinzip nachgeht, sondern soziale Sicherungssysteme wieder ausbaut und für benachteiligte Menschen sorgt. Es wäre eine Utopie zu behaupten, dass jeder Mensch den gleichen Reichtum haben kann, aber es ist keine Utopie, anderen Nationen erfolgreich zum Aufstieg zu verhelfen, grundlegende Sicherungsmaßnahmen vor einer totalen Armut zu schaffen und für ein menschenwürdiges Leben zu sorgen, egal WO auf UNSERER WELT!!
auch ich werde mich nun in das Geschäft des Bloggens begeben.
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Deniz Schumacher